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Visual-XSel ist eine Statistik-Software, mit deren Hilfe man Zuverlässigkeits- bzw. Weibull-Analysen, DoE-Versuchsplanung und Auswertungen, sowie Systemanalysen in Form von Ursachen-Wirkungsdiagrammen oder Fehlerbäumen (FTA‘s) erstellen kann. Visual-XSel wurde 1995 erstmals für reine Weibull-Charts vorgestellt und hauptsächlich in der Automobilindustrie eingesetzt. Später kamen DoE, sowie Systemanalysen dazu. Zuletzt wurde die Software um SixSigma – Methoden erweitert. Die Software wird mittlerweile in den verschiedensten Industrie-Bereichen verwendet und ausschließlich von CRGRAPH mit Sitz in München vertrieben.

Weibull und Visual-XSel Bearbeiten

Im Weibull-Diagramm stellt man über der Lebensdauer eines Produktes die Ausfallwahrscheinlichkeit dar. Mit Hilfe dieser speziellen Verteilung, benannt nach dem Schweden Waloddi Weibull, kann man viele Fragen zu Thema Zuverlässigkeit beantworten. So ist es möglich z.B. Frühausfälle, Zufallsausfälle oder alterungs- und verschleißbedingte Ausfälle zu charakterisieren. Durch das Erkennen von Mischverteilungen lässt sich auf unterschiedliche Ausfallursachen schließen, noch bevor man die Teile selber untersucht hat.

Visual-XSel ermöglicht folgende Analyse:

  • Weibull-Wahrscheinlichkeitsnetz mit beliebigem Vertrauensbereich, 2-, 3-, 4- oder 5-parametrig Verteilungsform.
  • Kennwerte nach Industriestandard, Maximum-Likelihood-Methode, oder nach DIN55303
  • Berücksichtigung unvollständiger Daten, z.B. Sudden-Death-Verfahren
  • Anwärter-Prognoseverfahren für unvollständige Laufzeiten
  • Statistischer Vergleich von Weibull-Verteilungen
  • Bestimmung von Mischverteilungen
  • Berechnung von notwendigen Stichprobenumfängen
  • Verschleißhochrechnung
  • Wöhlerversuche bei unterschiedlichen Belastungen
  • Sogenannte Qualitäts-Schichtlinien
  • Reliability-Growth-Management (Crow-AMSAA-Verfahren, DIN 61164)

Design of Experiment (DoE) und Visual-XSel Bearbeiten

Alle klassischen Versuchspläne, aber auch modernere Verfahren, wie D-Optimale Versuche, sind in Visual-XSel enthalten. Damit lassen sich sowohl Produkte als auch Prozesse analysieren und optimieren. Mit Hilfe einer integrierten Systemanalyse können zunächst notwendige Faktoren bestimmt werden. Die Systemanalyse arbeitet mit Ursachen-Wirkungsdiagrammen mit denen man die Wichtigkeiten der Faktoren bewerten und nach dem Pareto-Prinzip in die DoE übernehmen kann. Weitere Funktionalitäten sind:

  • Versuchsplanung für Kategoriale oder diskrete Faktoren.
  • Berücksichtigung von Einschränkungen im Versuchsraum (Constrains)
  • Berücksichtigung bereits bestehender Ergebnisse (Inclusions)
  • Berücksichtigung von schwierig einzustellenden Faktoren
  • Import bestehender Versuchspläne aus Tabellen
  • Lineare und nichtlineare Regressionsanalyse für bis zu 16 Zielgrößen
  • Schrittweise Regression mit sichtbaren Modell-Termen die aus dem Modell entfernt wurden (Potenzial)
  • Partial-Least-Square Methode für hoch korrelierende Daten
  • Logistische Regression für diskrete Zielgrößen
  • Automatische Erkennung von unplausiblen Modell-Termen
  • Modell-ANOVA mit allen wichtigen Kennzahlen, z.B. adjustiertes R², Vorhersagemaß Q², wahre Anzahl unabhängiger Freiheitsgrade
  • Bestimmung der besten Zielgrößen-Transformation über Box-Cox
  • Optimizer für mehrere Zielgrößen und Gewichtung, Vorgabeziel, Limits und Fixpunkten
  • Kurvendiagram mit Prognose und grafischer Veränderung der Parametereinstellungen
  • Vielzahl von 3D-Grafiken mit perspektivischer Darstellung
  • Contour-Plots für alle Zielgrößen mit optimalen Bereichen
  • Alle Wechselwirkungen in einer Grafik
  • Möglichkeit zur Extrapolation der Parameterbereiche in den Grafiken
  • Effekte-Plot absolute oder relativ
  • Expert-Info (Sprechblasen) für Beschreibung der Kennwerte und Interpretation

Six Sigma und Visual-XSel Bearbeiten

In der Statistik wird mit Sigma die Standardabweichung (Streuung) eines Prozessmesswertes bezeichnet. Six Sigma steht für einen Prozess dessen Streuung einen Überschreitungsanteil von nur 3,4 ppm hat (incl. Mittelwertverschiebung). Wichtiger ist jedoch die Philosophie, die sich dahinter verbirgt, nämlich mit minimalen Ressourcen dem Kunden ein optimales Produkt anbieten zu können.

Die verwendeten Tools in SixSigma sind bekannte Verfahren, wie Hypothesentests, Versuchsplanung DoE, Systemanalysen, Regressionsverfahren, usw. Wichtig dabei ist das richtige Zusammenspiel der Methoden, und der "roten Faden". Visual-XSel beinhaltet alle wichtigen Methoden für SixSigma, sowohl für den klassischen Problemlösungsprozess, den sogenannten DMAIC-Zyklus (Define, Measure, Analyse, Improve, Control), als auch für die Entwicklungsphase, bekannt unter dem Begriff Desgin for SixSigma DFSS. Hierin sind enthalten sind z.B. QFD, VoC, SIPOC, FMEA, TRIZ, etc.


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