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Usenet-Replayer ist eine von Hans Carlos Hofmann von Deutschland aus betriebene werbefinanzierte Website, bestehend aus einem Usenet-Archiv für binäre Inhalte mit Volltextsuche, einer Webschnittstelle zum Versenden von Usenet-Artikeln mit Binäranhängen und weiteren Diensten.

Geschichte Bearbeiten

Die Website ging 1998 mit einer Überwachungsfunktion für das Usenet online, mit der erkannt werden konnte, ob unter der E-Mail-Adresse eines bestimmten Nutzers Artikel von Dritten gefälscht wurden. Solche Artikel wurden gelöscht und der Nutzer informiert.

1999 wurde der Funktionsumfang deutlich erweitert. Es wurde möglich, zu einer bestimmten Auswahl von Newsgroups verfügbare Newsserver (frei zugängliche Server, lokale Server der Internet Service Provider, kommerzielle Usenet-Dienste sowie Sonderdienste, die mit eigenem Newsreader arbeiten) zu suchen, wobei bei allen Services angezeigt wird, wie viele Daten aktuell auf dem jeweiligen Server vorhanden sind. Außerdem wurde eine Webschnittstelle zum Posten ins Usenet eingeführt, mit der auch binäre Anhänge verschickt werden können. Die Antworten auf diese Postings (und optional auch bei anderen Newsgroups mit geringer Frequenz) werden dem Absender per E-Mail zugesendet. Mit dem als weitere Neuerung angebotenen webbasierten Newsserver werden im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten auch binäre Anhänge zugänglich gemacht. Im Jahr 2000 wurde dieser auch für PDAs und WAP-fähige Mobiltelefone angeboten. Zusätzlich wurde eine Freitextsuchfunktion für binäre Inhalte aus den Usenet-Archiven entwickelt.

Das Binärarchiv Bearbeiten

Neben der Freitextsuche kann im Archiv gezielt nach bestimmten Datentypen gesucht werden. Bei den Datentypen, die Bilder darstellen, werden die Suchergebnisse mit verkleinerten Vorschaubildern dargestellt. Bei Tondaten kann via RealAudio eine schmalbandige Vorschau angehört werden.

Wird bei einem Stichwort ein interessanter Datensatz gefunden, so kann basierend auf der Absenderadresse und den Newsgroups nach ähnlichen Objekten gesucht werden. Das System fasst auch Objekte zusammen, die auf mehrere Artikel verteilt veröffentlicht werden. Das System erkennt UUCP-, yEnc- und MIME-Codierungen. Der Zugang zu den Daten ist kostenfrei, wenn auch gelegentlich etwas langsam.

Der Dienst kann über ein Plug-in in den Browser Netscape Navigator ab Version 6 integriert werden.

Privatsphäre Bearbeiten

Durch die – anders als bei den meisten Newsservern – unbegrenzte Haltezeit von Artikeln sind die Aussagen der Autoren über lange Zeit im Usenet-Replayer auffindbar und mit ihren Namen verknüpft. Besonders bei regelmäßig schreibenden Autoren lässt sich so einfach ein mehr oder weniger aussagekräftiges Persönlichkeitsprofil erstellen.

Aus diesem Grund kann man im Artikel selbst über die Headerzeile X-No-Archive darum bitten, einen Artikel nicht in das Archiv aufzunehmen.

Urheberrecht Bearbeiten

Das System verfügt über eine automatisierte Funktion für Autoren, durch eine Eidesstattliche Versicherung widerrechtlich veröffentlichte Inhalte auf dem System zu löschen, wie es im DMCA definiert wurde. Das System assistiert dem Autor vom Verfassen bis zum Absenden einer geeigneten E-Mail mit Digitaler Unterschrift.

Jugendschutz Bearbeiten

Von Anfang an wurde auf der Seite Usenet-Replayer hat das Thema Jugendschutz Eingang in die Programmierung gefunden. Der Ansatz wahr, die Inhalt mittels statistischen Verfahren in Erwachsenenunterhaltung und Allgemein verträgliches einzuteilen. Wegen der Problematik, das diese Filter nie 100% richtig sind (Ein gerne zitierter Fall sind Rüstungsexporte), wurde zwischen 00:00 und 05:00 ein offener Zugang gewährt. Zu den andren Zeiten musste mit einem AVS ein Altersnachweis geführt werden. Das Verfahren wurde von Jugendschutz.net geprüft und in die Allgemeine politische Diskussion zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag eingebracht.

In dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag wurde die Sendezeitbegrenzung in der Folge auch als probates Mittel des Jugendschutz aufgenommen - allerdings nicht für pornografisches Material sondern nur für Material das die Entwicklung von Jugendlichen zu beeinträchtigen vermag. In der folge stellte die Seite den Betrieb im Bereich der Erwachsenenunterhaltung zum 1 April 2003 wegen rechtlicher Probleme ein, und verlor einen großen Teil ihres Traffics. Das im Jugendschutzmedienstaatsvertrag vorgesehene Verfahren der Postident Authentifizierung ist für einen Weltdienst auch nicht sinnvoll.

Weblinks Bearbeiten

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