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Als Toolserver (TS), auch Programmserver, bezeichnet man in Informatik und Informationstechnologie Server, die für ein Netzwerk Anwendungsprogramme (Tools, ‚Werkzeuge‘) zur Verfügung stellen. Von „Tool“ spricht man in Computerwesen immer dann, wenn man unter- oder nachgeordnete, kleinere Anwendungen meint.

Damit können zum einen die typischen Serveraufgaben in einem Computernetzwerk – wie auch Netzwerkserver (Zentralrechner eines Netzwerkes), Datenserver (zentrale Verwaltung der Inhalte), Backupserver und ähnliches – auf verschiedene Computer verteilt werden, was das Netzwerk performanter, sicherer und wartungsfreundlicher macht. Zum anderen können Anwendung, die üblicherweise auf den Netzwerk-Clients laufen, zentral verwaltet werden (Update, Konfiguration). Auch kann man selten genutzte Software, bei denen die Nachladeverzögerung im Aufruf nicht stört, extern auslagern.

Auch in spezialisierteren Umgebungen verwendet man Toolserver, etwa für Rechner, die nicht auf direkte Art und Weise (z. B. als Entwicklungsserver oder Integrationsumgebung) mit der eigentlichen Softwareentwicklung zu tun haben, sondern unterstützende Funktionen ausüben und dazu verschiedene Entwicklungswerkzeuge zur Projektunterstützung bereitstellen (beispielsweise eine Versionsverwaltung, Test- und Fehleranlysewerkzeuge). Diese können auch parallel zur normalen Arbeit laufen (Parallelisierung), im Sinne eines Hintergrundprozesses (wie bei der zweiten CPU im Parallelrechner).

Der nächste Schritt vom Toolserver in die Virtualisierung des ursprünglichen Betriebssystem-Konzeptes (des monolithischen „Computers“ im klassischen Sinne) sind Onlinedienste für Anwendungen, das heisst, das Tool wird überhaupt nicht mehr am lokalen Computer oder im lokalen Netzwerk installiert, der Zugriff auf die Benutzeroberfläche der Anwendung, zunehmend auch die Speicherung der Daten, erfolgt über das Internet (Outsourcing). Der Vorteil ist, dass man mobil geräteunabhängig immer auf dieselbe Arbeitsumgebung Zugriff hat. Auch in Web 2.0-Umgebungen (interaktiven Internetsystemen) verwendet man ausgelagerte Programmmodule, etwa im Wikimedia-System zur Unterstützung des projektinternen Wissensmanagements mit Zusatzsoftware: Dann ist der Toolserver einer der Webserver in einem ganzen Gerätecluster, die zusammen ein Online-System bereitstellen.
Die gegenteilige weitergreifende Dezentralisierung ist Cloud Computing (collaborative networks), bei dem die Module der Software, wie auch die Daten, nicht hierarchisch nach dem Client-Server-Prinzip ausgelagert ist, sondern selbst auf mehrere - oder viele - Stationen verteilt wird.

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