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Symobi

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Symobi („System für mobile Anwendungen“) war ein mobiles Echtzeitbetriebssystem. Es wurde von der deutschen Firma Miray Software entwickelt, seit 2002 teilweise in Zusammenarbeit mit dem Forschungsteam von Prof. Dr. Uwe Baumgarten an der Technischen Universität München. Das grafische Betriebssystem ist für den Bereich der embedded Systeme und der mobilen Systeme konzipiert.

AufbauBearbeiten

Die Basis von Symobi ist das Nachrichten-orientierte Betriebssystem µnOS des gleichen Herstellers, das seinerseits auf dem ebenfalls herstellereigenen Echtzeit-Mikrokernel „Sphere“ aufbaut. µnOS erlaubt es allen Prozessen (von grundlegenden Betriebssystem-Serviceprozessen bis zu Anwendungsprozessen) mit dem Prozessmanager durch Nachrichtenübermittlung zu kommunizieren. Der Mikrokernel Sphere sorgt für die Umsetzung und Durchsetzung von Schutzmechanismen und Ressourcen-Management auf unterster Ebene in Echtzeit. Symobi selbst bietet zusätzlich eine komplette grafische Betriebssystem-Umgebung mit Systemdiensten, einer einheitlichen grafischen Benutzeroberfläche, sowie Standardprogrammen und Treibern.

EinordnungBearbeiten

Symobi kombiniert Eigenschaften aus verschiedensten Anwendungsbereichen in einem einzigen Betriebssystem. Als modernes Betriebssystem bietet es wie Windows, Linux und Unix getrennte, isolierte Prozesse, leichtgewichtige Threads, dynamische Programmbibliothek etc.. Im Bereich mobiler embedded Betriebssysteme ähnelt es durch seinen geringen Ressourcenverbrauch und die Unterstützung von mobilen Geräten Systemen wie Windows CE, SymbianOS oder Palm OS. Mit herkömmlichen Echtzeitbetriebssystemen wie QNX, VxWorks hat es die Echtzeitfähigkeit sowie die Kompatibilität zu verschiedenen Prozessorarchitekturen gemein.

GeschichteBearbeiten

Die Entwicklung von Sphere, µnOS und Symobi basiert auf den Ideen und Arbeiten, die von Konrad Foikis und Michael Haunreiter (Gründer der Firma Miray Software) bereits zu Schulzeiten, noch vor ihrem Informatikstudium entwickelt wurden. Die Grundidee war es, nützliche und notwendige Fähigkeiten (wie Echtzeit und Portabilität etc.) mit modernen Eigenschaften (wie Mikrokernel und Interprozesskommunikation etc.) zu einem stabilen und zuverlässigen Betriebssystem zu kombinieren. Es sollte ursprünglich nur als Basis für verschiedene eigene Anwendungsprogramme dienen, an denen Foikis und Haunreiter dann während ihres Studiums arbeiteten. Im Jahr 2000 gründeten Konrad Foikis und Michael Haunreiter die Firma Miray Software, als sie erkannten, dass µnOS für weit mehr als ihren eigenen Gebrauch geeignet war. Die Zusammenarbeit mit der TU München entstand bereits zwei Jahre später. 2006 wurde die erste offizielle Version von Symobi fertiggestellt und im Herbst desselben Jahres auf der Systems der Fachwelt präsentiert. Im Oktober 2007 erfolgte die bislang letzte Mitteilung der Herstellerfirma bezüglich Symobi[1].

UnterstützungBearbeiten

Single-CoreBearbeiten

Intel: 80386, 80486, Pentium, Pentium Pro, Pentium II, Pentium III, Pentium 4, Core Solo, Core 2 Solo

AMD: Élan SC410, Élan SC520, K6, K6-2, K6-III, Duron, Sempron, Athlon, Opteron

VIA: Cyrix Mark II, Cyrix III, C3, C7, Eden

Rise: mP6

Marvell/Intel: PXA-250, PXA-255, PXA-270, PXA-320, IXP-420

Motorola/Freescale: G2, G3, G4

Multi-CoreBearbeiten

Intel: Pentium 4, Core Duo, Core 2 Duo

AMD: Athlon X2, Opteron

EinsatzgebieteBearbeiten

Symobi ist für Hand-Held Produkte (portable Kommunikatoren, Internet-Appliances) genauso geeignet, wie für Consumer-Endgeräte (Set-top Boxen, Home Gateways, Spiele, Konsolen). Außerdem findet es in den Bereichen Automotive (Kontroll- und Infotainment-Systeme), industrielle Steuerungssysteme (Motion Control, Prozesskontrolle) und Point of Sale (Kassensysteme, Ticketautomaten, Informationsterminals) Verwendung.

Vorteile und NachteileBearbeiten

Das Betriebssystem zeichnet sich besonders durch seinen Echtzeit-Mikrokernel und seine Multiprozessor-Fähigkeit aus. Außerdem ist es portabel und deshalb nicht an eine bestimmte Hardware-Plattform gebunden. Symobis Interprozesskommunikation gewährleistet Sicherheit und Flexibilität. Es hat eine moderne Architektur und läuft bereits mit geringen Ressourcen (Prozessor, Arbeitsspeicher). Das System bietet eine Java-VM. Im Bereich von Standard-Anwendungen ist das Betriebssystem bisher wenig verbreitet. Auch bietet es nur eine beschränkte POSIX Unterstützung und hat eine eingeschränkte Hardwareunterstützung durch Treiber. Symobi ist darüber hinaus kein Open-Source-Betriebssystem und bietet derzeit keine Büroanwendungen, E-Mail-Funktionen und Web-Browser.

QuellenangabenBearbeiten

  • Miray Software: Introducing Symobi, a modern embeddable RTOS, 2006

WeblinksBearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. http://www.miray.de/home/prrel.html
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