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SoMo 650 weiß mit Maris Diktat

Socket Somo 650 mit Screenshot MARIS Diktat

Die mobile IT-Lösung MARIS (Mobiles ArztInformationsSystem) ist eine Softwareentwicklung der deutschen Firma Support & Service GmbH (Geschäftsbereich hSp) zur Vereinfachung von Abläufen in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken und bei niedergelassenen Ärzten.

Idee Bearbeiten

Ausgangssituation Bearbeiten

Das stetig ansteigende Dokumentationsaufkommen kann durch enge Personalkapazitäten in der Ärzteschaft nur schwerlich und mit hohem Aufwand, meist nach der Regelarbeitszeit, bewältigt werden. Aufgrund von knappen oder gar fehlenden Computerressourcen am Ort der Informations- und Dokumentationsentstehung veranlasst das medizinische Personal immer wieder handschriftlich Informationen zum Patienten (z.B. auf Notizzettel, Essenskarten usw.) zu erfassen. Diese müssen dann zu einem späteren Zeitpunkt in das Krankenhausinformationssystem eingegeben werden. Die späte, nicht zeitnahe Erfassung kann zu Übertragungsfehlern oder gar zum Verlust bzw. Vergessen von wichtigen Informationen führen. Dies wirkt sich neben der Dokumentationsqualität vor allem direkt auf die Erlöse aus.

Die Zeitspanne von der Entlassung des Patienten zum Versand des Briefes an den niedergelassenen Arzt vergrößert sich immer mehr. Dadurch wächst die Anzahl der nichtgeschriebenen Arztbriefe stark an und es besteht die Gefahr, dass die Nachvollziehbarkeit der Arztbriefinhalte bezüglich einer Prüfung durch den medizinischen Dienst sinkt.

Innovation Bearbeiten

Schon viele sich am Markt befindlichen Produkte beschäftigten sich mit dem digitalen Diktieren ohne Schreibkassette, der beschleunigten Befund- und Arztbriefschreibung und der Software zur Spracherkennung. Der Nutzen dieser Produkte war jedoch nicht ausreichend für den Arzt und der Einrichtung dahinter. Essenziell für die Entwicklung von MARIS war die Idee, den Tagesablauf des Arztes, den Besuch eines Patienten und die komplette Erstellung eines Befund- und Arztbriefes zu vereinfachen und zu optimieren.

Nutzen Bearbeiten

Durch den Datenaustausch von Patientendaten zwischen dem Krankenhausinformationssystem und MARIS wird dem Arzt ein mobiler, orts- und IT-Infrastrukturunabhängier Zugriff auf alle Patienteninformationen mittels PDA ermöglicht. Individuell anpassbare Filter- und Sortiermöglichkeiten geben einen schnellen Überblick über die Patienten.

Durch die zeitnahe Diagnosen- und Prozedurenerfassung am Ort der Entstehung verringert sich die Gefahr des Vergessens oder Übersehens von erlösrelevanten Ereignissen. Diese Tatsache ist besonders wichtig für Krankenhäuser, da an die Arztbriefe die DRG-Kodierung (ICD10) für die Abrechnung der Krankenkassen gekoppelt ist. Je schneller der Arztbrief von der Einrichtung fertiggestellt wird und je präziser er den Behandlungsverlauf darstellt, desto schneller und genauer kann die Abrechnung erfolgen. So kann die Liquidität der Kliniken enorm gesteigert werden.

Unterstützte KIS Bearbeiten

MARIS versteht sich nur als funktionale Erweiterung zum existierenden Krankenhausinformationssystem: SAP (ISH/ISHmed), Tieto (IMedOne/KIS-System der Einrichtungen Marienhaus GmbH), AGFA (Orbis), C.A.R.U.S MyMedis, Nexus(Medicare/Novacom), Siemens (Clinikom/läuft am 31. Dezember 2010 aus)

Technik Bearbeiten

Aufgrund der Anforderungen von Krankenhausärzten wurde für MARIS eine intuitive Benutzeroberfläche entwickelt, welche eine einfache und schnelle Bedienung der Software erlaubt. Die Bedienung des berührungsempfindlichen Bildschirmes kann mittels Finger oder per Stift erfolgen. Die Synchronisation der Daten erfolgt wahlweise über Dockingstationen, Bluetooth, WLAN sowie GPRS/UMTS.

Das im Krankenhaus betriebene Krankenhausinformationssystem ist im Zusammenspiel mit MARIS das führende System. Die zeitnahe Kommunikation wird dabei durch Standardschnittstellen wie z.B. HL7 sichergestellt.

  • Betriebssystem der PDA/Smartphone: Windows Mobile ab 6.1
  • Schnittstellenstandard HL7, ABAP Reports, ASCII, …

Datensynchronisation

  • USB Sync via Active Sync am Windows-PC
  • USB Sync via Linux
  • Synchronisation via LAN-Dockingstation ohne Client direkt in das Netzwerk
  • WLAN
  • GPRS/UMTS

Einzelnachweise Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

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