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Das LUG Camp ist seit 2000 ein jährliches viertägiges Treffen verschiedener Linux-User-Gruppen (LUGs), das jeweils von Donnerstag bis Sonntag ausgerichtet wird. Traditionell wird das Wochenende um Himmelfahrt gewählt, da der Donnerstag ein Feiertag ist und nur noch der Brückentag als Urlaub genommen werden muss. Generell gilt Donnerstag als Anreisetag, mit organisiertem Programm erst ab dem Abend, sowie Sonntag als Abreisetag ohne Programm.

Veranstalter Bearbeiten

Jedes LUG-Camp wird von einer anderen LUG organisiert. Welche Gruppe dies machen wird, wird am jeweiligen vorhergehenden Camp per Diskussion zwischen den interessierten Gruppen festgelegt.

Daher hat jedes LUG-Camp auch seine Eigenarten und seinen Charakter. Und es ist bei jedem neuen Camp immer wieder eine Überraschung, was die neuen Veranstalter machen werden. Etwas Abenteuerlust wird von den Teilnehmern erwartet, daher auch der Name Camp (englisch für Lager). Dementsprechend muss auch nicht alles perfekt organisiert sein.

Aktivitäten Bearbeiten

An einem LUG-Camp finden üblicherweise folgende Aktionen statt:

  • Vorträge und Diskussionen die man nach Lust und Laune besucht
  • ein oder zwei Ausflüge, manchmal mit spezifischer Voranmeldung
  • Abende/Nächte mit den anderen Teilnehmern fachsimpeln und spielen
  • Essen vom Buffet oder Grill, auf Festbänken und auch häufig vor dem Laptop
  • Gemeinsames Trinken, hier hat sich das Flens einen gewissen Kultstatus erarbeitet,
  • Übernachtung in selbst mitgebrachtem Schlafsack in der Halle oder eigenem Zelt

Generell wird vom Veranstalter vor allem Infrastruktur (Halle, Tische, Essen, Getränke, Strom, Netzanschluss) gestellt, sowie Ausflüge organisiert. Die Vorträge und jede Menge spontane Aktionen kommen von den Teilnehmern selbst, der do it yourself-Philosophie von Linux-Aktivisten entsprechend.

Ein großes Problem für den Veranstalter ist es, einen Ort zu finden, der ca. 150 Personen Platz für Rechner, Übernachtung und Aktivitäten bietet. Eine Küche und sanitäre Einrichtungen für eine vier Tage dauernde Veranstaltung, sowie genug Strom (ca. 25 kW) und ausreichende Netzanbindung (mindestens 2 MBit/s) sollten ebenfalls vorhanden sein. Leider hat dies schon mehr als einem gewillten Veranstalter die Durchführung unmöglich gemacht oder verzögert.

Geschichtliches Bearbeiten

LUG-Camp 1 (2000) fand im Karlshof (Nördlinger Ries, Nordbayern) statt, veranstaltet von den beiden LUGs Augsburg und Allgäu. Eine kleine Halle sowie zum Übernachten ein Pfadfinderheim und einen Zeltplatz. Ausflug: Nachtwanderung am Samstag.[1]

LUG-Camp 2 (2001) fand am gleichen Ort und mit den gleichen Veranstaltern statt. Als Ausflug fand Samstag eine Nachtwanderung zu einer nahen Burg statt. Seit diesem LUG-Camp lag die Teilnehmerzahl immer ziemlich genau bei 150.[2]

LUG-Camp 3 (2002) fand im Sportland in Flensburg (Schleswig Holstein) statt, veranstaltet von der LUG Flensburg. Große ehemalige Tennishalle, in der Mitte unterteilt in je eine Hälfte für die Aktivitäten und für Schlafbereich. Ausflug war eine Besichtigung der Stadt und des Hafens.[3] [4]

LUG-Camp 4 (2003) fand im Schulhaus in Felsberg (Kanton Graubünden, Schweiz) statt, veranstaltet von der LUGS (LUG Schweiz). Aktivitäten in der Aula der Schule, Schlafbereich im Bunker der nahen Zivilschutzanlage. Ausflüge waren eine Bergwanderung durch die Versamschlucht sowie eine Fahrt nach Laax-Falera.[5] [6]

LUG-Camp 5 (2004) fand am gleichen Ort und mit dem gleichen Veranstalter und in gleicher Art wie LUG-Camp 3 statt. Ausflug war Besichtigung der Flensburger Brauerei.[7]

LUG-Camp 6 (2005) fand in Wuppertal (Nordrhein Westfalen) statt, veranstaltet von der WupLUG. Ausflugsziel war eine Besichtigung der Schwebebahn und anschließender Fahrt mit dem historischen Kaiserwagen. Erstmals Verleih des von der LUG Schwabach gestifteten LUG-Camp-Cups, eines Wanderpokals für den Veranstalter des LUG-Camps.[8]

LUG-Camp 7 (2006) fand in Ofterschwang (Allgäu) statt, veranstaltet von der LUG Allgäu. Ausflug war die Besichtigung einer örtlichen Brauerei und anschließend einer Sennerei.[9]

LUG-Camp 8 (2007) fand in der Werfthalle der BLS Schiffahrt in Interlaken (Kanton Bern, Schweiz) statt. Veranstalter war die LUG Schweiz. Ausflugsziele waren unter anderem die Aareschlucht, die Reichenbachfälle und die Planalp.[10]

LUG-Camp 9 (2008) fand wieder in Flensburg statt. Dieses Jahr gab es die erste offizielle Grillflatrate. Es gab einen Ausflug in die Brauerei, als Highlight haben die Gastgeber als „Die Bleienten“ eine Vorführung in Synchronschwimmen einstudiert.[11] [12]

LUG-Camp 10 (2009) fand das LUG-Camp bei den „Erfindern“ LUG-Allgäu und LUG-Augsburg am Großen Alpsee statt. Ausflugsziele waren Bayerns größter Hochseilklettergarten sowie die längste Sommer-Rodelbahn Deutschlands. [13] [14]

LUG-Camp 11 (2010) wurde von den Linux Usern Schwabach e.V. in der Nähe von Schwabach in Roth veranstaltet. Zeitweise waren über 130 Gäste auf dem Gelände des TSG 08 Roth anzutreffen.[15]

LUG-Camp 12 (2011) fand das Camp in Tschierv im Münstertal, Kanton Graubünden statt.[16] Die Internetanbindung in dieser ländlichen Gegend war für das Camp ungewöhnlich langsam.

LUG-Camp 13 (2012) fand das Camp in Flensburg bzw. Glücksburg, statt.[17] Das Motto lautete Holt die Neopren-Anzüge raus, es geht wieder an die Küste, geboten wurde fachspezifisches Programm, die obligatorische Grill-Flatrate, eine Besichtigung von Schloss Glücksburg (Glücksburg) sowie viel Wind.


IMPRO-Vorträge Bearbeiten

Eines der Highlights jedes LUG-Camps sind die beim Camp 2005 eingeführten IMPRO-Vorträge. Hierzu bedarf es einiger (freiwilliger) Teilnehmer, die alle einen Vortrag zu einem möglichst ausgefallenen Thema erstellen. Danach werden die Vorträge gemischt und jeder muss einen fremden Vortrag halten. Allerdings ohne vorher zu wissen, was das Thema des Vortrages ist, wer den Vortrag erstellt hat oder was ihn auf der nächsten Folie erwartet. Als Preis gibt es z.B. die letzte Flasche Flens.

Siehe auch Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Quellen Bearbeiten

  1. LUG-Camp 1 - Nördlinger Ries
  2. LUG-Camp 2 - Nördlinger Ries
  3. LUG-Camp 3 - Flensburg
  4. Bericht im Linux-Magazin 08/2002
  5. LUG-Camp 4 - Felsberg - Schweiz
  6. Vorbericht im Linux-Magazin 06/2003
  7. LUG-Camp 5 - Flensburg
  8. LUG-Camp 6 - Wuppertal
  9. LUG-Camp 7 - Ofterschwang - Allgäu
  10. LUG-Camp 8 - Interlaken - Schweiz
  11. LUG-Camp 9 - Flensburg
  12. Bericht im Linux-Magazin 07/2008
  13. LUG-Camp 10 - Alpsee
  14. Bericht im Linux-Magazin 08/2009
  15. LUG-Camp 11 - Schwabach
  16. LUG-Camp 2011 Tschierv
  17. LUG-Camp 2012 Flensburg
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