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ISG-virtuos (auch: „virtuos“) ist eine Software zur Echtzeitsimulation von Maschinen und Anlagen für die virtuelle Inbetriebnahme von Steuerungssystemen.

Dabei kommuniziert das Steuerungssystem unter zeitrealen Bedingungen über gängige Standard-Feldbusse mit der Simulationsumgebung (Hardware-in-the-Loop Simulation). virtuos unterstützt alle gängigen Feldbussysteme und kann auf verschiedenen Echtzeitplattformen mit Steuerungstakten unter 1ms betrieben werden.

ISG-virtuos (auch: virtuos)
Logo virtuos
Entwickler ISG Industrielle Steuerungstechnik GmbH
Erscheinungsjahr 2005
Aktuelle Version 2.2 (2014)
Betriebssystem Windows7, Linux
Kategorie Echtzeitsimulationssoftware / Hardware-in-the-Loop Simulation
Lizenz Entwickler- und Runtimejahreslizenzen
Deutschsprachig ja
Sonstiges Echtzeiterweiterungen:

Windows: TwinCAT2, TwinCAT3.1, RTX, VxWorks, Intime Linux: RTLinux Feldbussysteme: CANopen EtherCAT, EthernetIP, FOCAS, PROFIBUS, PROFINET

www.isg-stuttgart.de/virtuos

Einführung Bearbeiten

Geschichte Bearbeiten

virtuos wird von der 1988 in Stuttgart gegründeten ISG Industriellen Steuerungstechnik GmbH (ISG) entwickelt und vermarktet. Bis 2005 beschäftigte sich die ISG mit der der Entwicklung von frei konfigurierbaren Softwarebausteinen zum Aufbau offener Steuerungen (Steuerungen NC, RC, CNC„ISG-kernel“).

Die Grundlagen für virtuos wurden am Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) der Universität Stuttgart unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing Dr. mult. Günter Pritschow gelegt. Die Idee war, unter Berücksichtigung der Maschinendynamik eine virtuelle Maschine für den NC-Steuerungstest aufzubauen mit der Besonderheit, das Simulationsmodell im Kommunikationstakt des Antriebsbusses (≤ 1 ms) zu berechnen und damit die Steuerung ohne Anpassung gegen die virtuelle Maschine testen zu können. Dies wurde federführend von Prof. Dr.-Ing. Sascha Röck (Mitarbeiter und später Juniorprofessor am ISW, heute Professor an der Hochschule Esslingen) in Form von mehreren Prototypen umgesetzt.

Im Jahr 2005 begann die Produktentwicklung von virtuos zunächst unter der Leitung von Prof. Röck und Dipl.-Ing. Ulrich Eger (ISG). Ziel war, der absehbar steigenden Nachfrage in den Bereichen „Digitale Fabrik / Digitale Produktion“ und „Virtuelle Anlage / Virtuelle Maschine“ mit einem neuen Simulationswerkzeug zu begegnen, welches es ermöglichen sollte, Produktionsanlagen in allen Phasen des Maschinenentwicklungszyklusses durchgängig und in Echtzeit simulieren zu können. Bereits im gleichen Jahr wurde die erste Version von virtuos auf der EMO 2005 präsentiert.

Da sich die Simulationstechnik in kleinen und mittelständischen Unternehmen insbesondere bei den Maschinen- und Anlagenherstellern nur langsam durchsetzte und die Simulationstechnik als damalige Innovationstechnologie aufgrund des hohen KnowHow-Bedarfs in punkto Umsetzbarkeit in vielen Firmen Rückschläge erleiden musste, war für virtuos viel Überzeugungsarbeit zu leisten. In den ersten Jahren war die Entwicklung rein kundengetrieben, was in den Folgejahren zu einer der großen Stärken der Software wurde, da man mit einer virtuos-Lizenz ein umfangreiches Support-Paket ausgeliefert bekam. Nur durch viel Kundennähe konnte virtuos auf dem stark umkämpften Markt etabliert werden.

Aktuell (Stand: 10/2015) kümmern sich 8 Software-Entwickler (Ingenieure, Informatiker und Mathematiker) um die Weiterentwicklung des Tools.

Alleinstellungsmerkmal Bearbeiten

Das Merkmal mit dem sich virtuos von anderen Simulationswerkzeugen auf dem Markt absetzt, ist der Einsatz der Hardware-in-the-Loop-Simulation („HiLS“) - einer Simulationsplattform, an die eine reale Steuerung inklusive Hardware über den Feld- bzw. Antriebsbus angekoppelt werden kann.

Auf der Simulationsplattform wird das Anlagenverhalten in Echtzeit berechnet, so dass das Steuerungssystem unverändert, im „Glauben“ eine reale Anlage zu steuern, betrieben werden kann.

Anwender entscheiden sich für den Einsatz von virtuos v.a. aufgrund der Punkte:

  • Anbindung an reale Steuerung über Feldbussystem
  • Sehr kleine Steuerungstakte (< 1ms) möglich
  • Unterstützung vieler verschiedener Feldbusssysteme
  • Anbindungsmöglichkeit mittels OPC
  • Effiziente 3D-Visualisierung mit originalen CAD Daten
  • Einbindung von C++-Makros / Programmen in Echtzeit
  • Umfangreiche Modellbibliothek für Kinematik und Dynamik, Materialfluss, Werkzeugwechsel, Logik
  • Einfache Erzeugung von Peripheriesignalen
  • Flexibilität in der Softwareanpassung /-erweiterung
  • Hohes Maß an Erfahrung und Kompetenz der Entwickler und Applikateure

Verfügbarkeit Bearbeiten

Die Software wird vertrieben von der ISG Industrielle Steuerungstechnik GmbH. Es stehen zwei Lizenzmodelle zur Verfügung, deren Lizenzgebühren jährlich abgerechnet werden:

Entwicklerlizenzen Bearbeiten

  • Durchführung von Tests und virtuelle Inbetriebnahmen von vorbereiteten Simulationen mit realen Steuerungen
  • Erstellung von neuen Simulationen

Runtimelizenzen Bearbeiten

  • Durchführung von Tests und virtuelle Inbetriebnahmen von vorbereiteten Simulationen mit realen Steuerungen

Die Auslieferung der Software erfolgt im Allgemeinen per Download, kann aber auch auf einem handelsüblichen PC vorinstalliert und ausgeliefert werden. Die Freischaltung erfolgt über einen Dongle.

Einsatzbereiche Bearbeiten

virtuos deckt diverse Teilbereiche der Simulationstechnologie ab:

Die Zusammenführung von in Echtzeit laufender Simulation und realer Steuerungstechnik ermöglicht realistische Test- und Inbetriebnahmesituationen ohne Verzicht auf Steuerungsfunktionen sowohl in der Ablaufsteuerung (SPS) als auch in der Bewegungssteuerung (MC, RC, CNC).

So können beispielsweise virtuelle Inbetriebnahmen (VIBN) durchgeführt werden bevor die reale Maschine zur Verfügung steht. Durch die Echtzeitsimulation mit der originalen Steuerung über den Feldbus werden Steuerungsoptimierungen frühzeitig unter absolut realistischen Bedingungen durchgeführt.

Technische Merkmale Bearbeiten

Allgemein Bearbeiten

Das unter Windows 7(Win32 und Win64) und Linux lauffähige Echtzeitsimulationssystem besteht aus den Komponenten virtuosM und virtuosV und virtuosS.

virtuosM Bearbeiten

  • grafische Modellierung und Parametrierung des Maschinen-/Anlageverhaltens
  • Monitoring der Simulationsdaten
  • Aufbau von Bedienpanels für die Benutzerinteraktion

virtuosV Bearbeiten

  • 3D- Visualisierung der virtuellen Maschinen und Anlagen
  • Übernahme von CAD-Modellen für komplette Maschinen bzw. Komponenten in gängigen CAD-Dateiformaten
  • Kamerafunktion mit wählbaren Blickwinkel/Perspektiven; Strukturierungs- und Skalierungsfunktionen

virtuosS Bearbeiten

Engineeringtools / Bausteinbibliotheken Bearbeiten

Funktionsumfang der Modellbibliothek in virtuos:

  • E/A-Logiksimulation
  • Kinematiksimulation offener und geschlossener kinematischer Ketten
  • Simulation von Antriebs- und Regelsystemen, Servoantriebe, Frequenzumrichter, Positionierantriebe
  • Dynamiksimulation von Mehrkörpersystemen
  • Materialflusssimulation mit Schnittstellen zu Handhabungs- und Bearbeitungssystemen
  • Simulation komplexer Werkzeugmagazine
  • Abtragssimulation
  • automatische Generierung von Verhaltensmodellen (virtuosM) und 3D-Modellen (virtuosV) aus XML-Beschreibungen (ext. Engineeringtools)

Funktionalitätsübersicht Bearbeiten

Simulation Bearbeiten

  • PC-Simulationswerkzeug zur Echtzeit-Simulation von Maschinen und Anlagen
  • Ankoppelung realer Steuerungssysteme über Feldbusse, wie sie an der realen Maschine zum Einsatz kommt
  • Anbindung und gleichzeitiger Betrieb verschiedener Steuerungsarten (CNC, MC, RC, PLC)

Modellierung Bearbeiten

  • Graphische Modellierung (Programmierung) durch Blockschaltbilder
  • Umfangreiche Blockbibliothek
  • Einfache Bibliothekserweiterung

Parametrierung Bearbeiten

  • Definition von Parametermasken für selbst erstellte Modellblöcke (Submodelle)
  • Freie Definition und Verknüpfung von Parametern
  • Hierarchische Darstellung von Parametern
  • Beschreibung abgeleiteter Parameter anhand mathematischer Formeln

Control-Panel Bearbeiten

  • Freikonfigurierbare Steuer- und Anzeige-Panels
  • Umfangreiche Bibliothek mit Steuer- und Anzeigeelementen
  • Nachbildung realer Maschinenbedienfelder
  • Erzeugung und Darstellung von Störsituationen
  • Online-Verknüpfung zu Ein- und Ausgängen im Blockschaltbild

3D-Onlinevisualisierung Bearbeiten

  • Leistungsfähige 3D-Online-Visualisierung von Bewegungen in Maschinen und Anlagen
  • Importfunktion gängiger 3D-CAD-Datenformate
  • Strukturierungs- und Skalierungsfunktionen
  • Primitive Geometrien zum Aufbau von einfachen Szenen
  • Gleichzeitiges Anbinden mehrerer 3D-Visualisierungen an das Verhaltensmodell

Kompatibilität mit Steuerungen und Feldbussen Bearbeiten

Ein Betrieb mit folgenden Steuerungen und Feldbussen ist möglich:

Steuerungen Feldbusse
Beckhoff Rockwell CANopen
Bosch MLC, MTX Schneider EtherCAT
B&R Siemens EthernetIP
Fanuc FOCAS
Heidenhain PROFIBUS
NUM PROFINET

Import von CAD-Datenformaten Bearbeiten

Der Import folgender CAD-Datenformate ist möglich:

ACIS Reader/Writer JT Direct Reader Solid Edge Direct Reader
CATIA V4 Reader/Writer NX Direct Reader STEP Reader/Writer
CATIA V5 Reader Parasolid Direct Reader VDA-FS Reader/Writer
IGES Reader/Writer Pro/E Reader 3DXML
Inventor Reader Solid Works Direct Reader

Versionen Bearbeiten

Aktuelle Version Bearbeiten

Version 2.2 (2014)

Versionstabelle Bearbeiten

V2.2 (2014)
  • Direkter Import von 3D-Daten aus allen gängigen CAD-Systemen, u.a CATIA, Inventor, NX, Parasolid, Solid Edge, SolidWorks und STEP   
  • Neu verfügbare Simulationskonfigurationen für Bosch MLC, B&R und Rockwell   
  • Neue Kollisionsalgorithmen   
  • Visualisierung Materialabtrag   
  • Erweiterter Materialfluß   
  • Umfangreiche Bibliothek für Roboter-Anwendungen   
  • Verbesserte Handhabung und erweiterte Dokumentation   
  • SDK zur Entwicklung eigener Bausteine in C++   
  • TCP/IP Kommunikation mit dem Simulationsmodell
V2.1 (2014)
  • Neu verfügbare Feldbusanbindungen über EtherCat und EthernetIP inklusive der jeweiligen Safety-Protokolle (z.B. TwinSAFE   
  • Flexible Anbindung von externen Komponenten über OPC-UA/DA und ROS   
  • Erweiterung des automatisierten Feldbus-E/A-Imports (Updatefunktionalität)   
  • Erweitere Bausteinbibliothek für diskrete Regelungssysteme   
  • Erweitere Bausteinbibliothek für virtuelle Antriebe   
  • Neue Bausteinbibliothek zum Vermessen von Werkzeugen in Werkzeugmaschinen
V2.0 (2013)
  • TC3.1   
  • Win 64 Bit, Aufhebung der Speicherlimits unter Windows und TwinCAT (Simulationsmodelle)   
  • Aufbau eigener 3D-Bibliotheken z. B. zur automatischen Generierung einer 3D-Visualisierung   
  • Undo/Redo- Funktionalität in virtuosV   
  • ProfiSAFE   
  • erweiterte SCOPE-Funktionalität   
V1.6 (2011)
  • Automatische Modellgenerierung   
  • Neue Bausteinbibliothek für den Werkzeugwechselprozess in Werkzeugmaschinen (Magazine, Spanneinrichtungen)   
  • Neue Bausteinbibliothek für Materialfluss mit Bändern, Robotern, etc.   
  • Neue Bausteinbibliothek für virtuelle Antriebe (Servoantriebe, Frequenzumrichter, ..)   
  • Neue Bausteinbibliothek für Mehrkörpersystemsimulation   
  • Neue Bausteinbibliothek für Matrix-/Vektor-Operationen   
  • CAN   
  • FANUC über FOCAS bzw. NCGuidePro   
  • BOSCH über Profibus
V1.5 (2010)
  • IO-Wizzard für die Anbindung der Feldbusebene an ISG-virtuos   
  • Siemens 840D über ProfiNet   
  • Heidenhain über Profibus

V1.3 (2008)

  • Beckhoff, integrierte Simulationstask in der Steuerung   
V1.2 (2007)
  • Siemens 840D über Profibus

Verbreitung im Markt Bearbeiten

Verbreitung im Markt allgemein Bearbeiten

Aktuell sind weltweit gut 300 Lizenzen im Einsatz.

Sieben der zehn größten Maschinenbauer nutzen virtuos zur Simulation ihrer Maschinen und Anlagen, seit 2013 ist ein vermehrter Einsatz auch in den KMU zu verzeichnen. Auch in den Laboren diverser Hochschulen werden die Studenten mithilfe von virtuos auf Simulations- und virtuelle Techniken geschult (siehe Punkt "Forschung und Lehre").

Industrie Bearbeiten

Anwendung findet virtuos v.a. im Maschinen- und Anlagenbau. So setzen unter anderem die folgenden Unternehmen virtuos ein:

Beckhoff Bosch Bystronic glass chiron DAIMLER
DÜRR EISENMANN elumatec Erhardt+Abt Gleason
GROB HEITEC HELLER HOMAG AG IMA
KAUTEX KNOLL Feinmechanik KraussMaffei KUKA MAG
MESSER NUMCAD SMS MEER technowood ThyssenKrupp
umicore WEEKE

Forschung und Lehre Bearbeiten

Forschung Bearbeiten

Viele forschende Unternehmen und Institute schätzen das offene System von virtuos und setzen dieses in öffentlichen Projekten ein. Davon profitiert in hohem Maße auch die Simulationssoftware, die so ständig weiterentwickelt wird. Aktuell wird virtuos in folgenden öffentlichen Projekten eingesetzt:

Intelligentes Maschinenfenster "iWindow" (2014 - 2017) Bearbeiten

Gefördert durch Bundesministerium für Bildung und Forschung aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages Ziel des Forschungsvorhabens ist es, Sichtfenster, wie sie aktuell an Werkzeugmaschinen vorzufinden sind, durch intelligente Maschinenfenster zu ersetzen. Das intelligente Maschinenfenster vereint die reale Welt mit der virtuellen und soll auf diese Weise den Maschineninnenraum visualisieren. Als Grundlage des intelligenten Maschinenfensters soll entweder ein transparentes Display oder ein Standardmonitor dienen. Unabhängig von der Methode der Maschineninnenraumvisualisierung soll das intelligente Maschinenfenster Fenster und Bedienoberfläche zugleich sei, um die Interaktion mit der Maschine zu ermöglichen.

Robin 4.0 (2014 - 2016) Bearbeiten

Gefördert durch Bundesministerium für Bildung und Forschung aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages Robustheit durch Integration, Interaktion, Interpretation und Intelligenz; Simulationsgestützte Datenanalyse und flexible Benutzerinteraktion. Weiterführende Informationen: Robin 4.0 Webseite

ReApp (2014 - 2016) Bearbeiten

Gefördert durch Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages Wiederverwendbare Roboterapplikationen für flexible Roboteranlagen basierend auf ROS; Weiterentwicklung der virtuos Simulationssoftware zu cloud-basierten Simulations-/Testservices.

Steuerungstestverfahren (2014 - 2016) Bearbeiten

Gefördert durch Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages Entwicklung eines softwarebasierten Verfahrens zum automatisierten Test von Maschinensteuerungen auf Basis von virtuellen Maschinen ("virtuelle Steuerungstestbench"); Entwicklung der abstrahierten HMI-Schnittstellen, des echtzeitfähigen, zeitdeterministischen Fehlergenerators und des blockdiagrammbasierten Test-Frameworks.

ReBorn (2013 - 2016) Bearbeiten

Gefördert durch EU über THEME FoF.NMP.2013-2 FoF.NMP.2013-2 Innovative Wiederverwendung modularen Equipments basierend auf integriertem Fabrikdesign. Weiterführende Informationen: ReBorn-Website, LinkedIn

MultiFlex (2013 - 2015) Bearbeiten

Gefördert durch Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Entwicklung eines softwarebasierten Multicore-Echtzeit-Verfahrens zur Kollisionsüberwachung im Custom Manufacturing; Entwicklung der Prozesskette und innovativer Software-Verfahren für die echtzeitfähige Kollisionsüberwachung.

UniFlow (2013 - 2015) Bearbeiten

Gefördert durch Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Entwicklung eines softwarebasierten Verfahrens zur kombinierten kinematisch-dynamischen Materialfluss-Simulation; Entwicklung des kombinierten Objektmodells, des kinematischen Rechenkerns und der kinematischen Bibliotheken sowie des MF-Interfaces.

LehreBearbeiten

Auch im Bereich der Ingenieursausbildung an Hochschulen und Universitäten wird der Entwicklung hin zum Einsatz von Simulations- und virtuellen Techniken durch adäquate Lehrveranstaltung Rechnung getragen. Die von einigen Hochschulen, u.a. der Hochschule Esslingen unter Federführung von Herrn Prof. Karl-Heinz Kayser gegründete gemeinnützige Genossenschaft MechTrain eG hat es sich zum Ziel gesetzt, ihren Mitgliedern und den von ihnen unterrichteten Studenten eine Plattform zum Erfahrungs- und Informationsaustausch sowie zum Austausch und Erwerb jeglicher Form von Lehr- und Ausbildungsmaterialien im Bereich virtueller Techniken anzubieten.

Die Genossenschaft bietet Informationen und Hilfen zum Aufbau von Laborübungsplätzen, in denen durch den Einsatz moderner Simulationsmethoden für viele Anwendungsfälle reale Maschinentechnik durch eine deutlich günstigere, wartungsfreie und absolut sichere simulierte Maschinentechnik ersetzt werden. virtuos stellt in diesem Umfeld Hochschullizenzen zur Verfügung.

Mitgliedschaft in Organisationen Bearbeiten

Publikationen, Vorträge, Veröffentlichungen Bearbeiten

PublikationenBearbeiten

2012 |  Wiederverwendbare Simulationsmodelle für die domänen- und disziplinübergreifende Produktentwicklung Voss, V.: Jost-Jetter Verlag, 2012, ISBN-10: 3939890987

2011 |  Hardware in the Loop Simulation of Production Systems Dynamic Röck, S.: Journal of Production Engineering Research & Development, Volume 5, Issue 3 (2011), Page 329, Springer 2011. 

2009 |  Effizient Automatisieren mit Virtuellen Maschinen Scheifele, D., Eger, U., Röck, S., Sekler, P.: Tagungsband 12. IFF-Wissenschaftstage, 16.-18. Juni 2009, Magdeburg.

2008 |  Simulation und Realität - die Symbiose. Maschinenentwicklung nach dem Hardware-Simulation-Symbiosis (HSS) Ansatz Röck, S., Scheifele, D., Sekler, P.: Computer & Automation, Heft 6, (2008), S.36-40.

2007 |  Echtzeitsimulation von Produktionsanlagen mit realen Steuerungssystemen Röck, S.: Jost-Jetter Verlag, 2007 ISBN (10) 3-939890-24-3

2007 |  Potentiale der Hardware-in-the-Loop Simulation für Maschinen und Anlagen Scheifele, D., Eger, U., Röck, S., Sekler, P.: SPS/IPC/Drives 2007, Messe 27.-29. Nov. 2007, Nürnberg. Berlin: VDE Verlag GmbH, 2007, S. 555-565.

2006 |  Virtual machines on a physical bus Rüdele, H., Röck, S., Eger, U.: Industrial Ethernet - Vogel Druck & Medienservice GmbH & Co. KG, April 2006, S. 20-22.

VorträgeBearbeiten

2012 |  Frontloading im Engineering - Reduzierung der Durchlaufzeit durch virtuelle Inbetriebnahme Eger, U.; Heitec Innovationstag; Crailsheim, 05.07.2012

2012 |  Mechatronische Simulation von Maschinen und Anlagen Scheifele, D.; Ramp up - Anlaufmanagement in der Automobilbranche; Frankfurt, 21.03.2012

2012 |  Virtuelle Inbetriebnahme von Maschinen und Anlagen – Echtzeitsimulationstechnik Croon, N.; VVD UserForum; Dresden, 22.-23.03.2012

2011 |  Generierung virtueller Maschinen zur virtuellen Inbetriebnahme auf Knopfdruck Croon, N. Eger, U.; Kongress sps ipc drives 2011; Nürnberg, 23.11.2011

2011 |  Virtuelle Maschinen und Anlagen für die virtuelle Inbetriebnahme Scheifele, D.; Strategietag Virtuelle Inbetriebnahme, Qesar GmbH; Bensheim, 23.03.2011

2011 |  Wettbewerbsvorteile erleben - Virtuelle Maschinen im Einsatz Eger, U.; Fachtagung "Modellbildung und Simulation – Herausforderung und Gewinn", ETH Zürich; Zürich, 02.02.2011

2010 |  Bedeutung der Simulationstechnik für den Maschinenbau Scheifele, D.; Fraunhofer IPA Workshop "Effiziente Planung und Entwicklung von Automatisierungslösungen"; Stuttgart, 03.11.2010

2010 |  „SIMS“ für Mechatroniker - Potentiale von Steuerungstechnik und Simulationstechnik Scheifele, D.; SimTech-Working-Committee „Manufacturing”, 4. Arbeitstreffen; Stuttgart

2010 |  Konfigurierbares offenes Steuerungssystem für die Prozessoptimierung und Simulation Pritschow, G., Scheifele, D.; Internationale CIRP-Konferenz "Process Machine Interactions"; Vancouver/Kanada, 10./11.06.2010

2009 |  Bedeutung der Simulationstechnik für komplexe Maschinen Scheifele, D.; Kongress sps ipc drives 2009; Nürnberg, 25.11.2009

2009 |  Vorab-Inbetriebnahme mit virtuellen Maschinen und Anlagen an realer Steuerungstechnik Scheifele, D.; Dialogveranstaltung Anlaufmanagement und virtuelle Inbetriebnahme am Packaging Excellence Center (PEC); Waiblingen, 21.07.2009

2009 |  Effizient Automatisieren mit virtuellen Maschinen Röck, S., Scheifele, D., Sekler, P.; IFF Wissenschaftstage; Magdeburg, 16.-18.06.2009

2008 |  Anwendungen der Hardware-in-the-Loop Simulation in der Produktionstechnik Müller, V., Scheifele, D.; Kongress SPS/IPC/DRIVES 2008, Nürnberg

2008 |  Vom 3D-Modell zur virtuellen Maschine Scheifele, D.; IFF Wissenschaftstage; Magdeburg, 25.-26.06.2008

Veröffentlichungen (Auszug)Bearbeiten

  • „Zuverlässige Simulation von Maschinen“ In: Produktion Nr. 51-52 (2014), S. 35
  • „Engineeringlösung reduziert effizient Inbetriebnahmezeiten“ In: Industrielle Automation 6 (2014), S. 34
  • „Anlagensimulation“ In: automotive IT 11 2014 (2014), S. 48
  • „Simulation reduziert Inbetriebnahmezeiten“ In: Verfahrenstechnik 11/2014 (2014), S. 48
  • „Simulationssystem für Maschinen und Anlagen“ In: Produktion Nr. 43 (2014), S. 25
  • „Virtuelle Maschine ermöglicht schnelle Inbetriebnahme“ In: MM Maschinenmarkt Nr. 41 (2013)
  • „Ein Schritt weiter in der virtuellen Welt“ In: WB Werkstatt+Betrieb Nr. 9 (2013)
  • „Simulation halbiert die Entwicklungszeit“ In Automation Nr. 11 (2011)
  • „Notebook stemmt tonnenschwere Maschinen und Anlagen“ In: VDI nachrichten Nr. 47 (2011), S. 14
  • „Flugsimulator für Spritzgießmachinen“ In: kunsstoffe Nr. 4 (2011), S. 39
  • „Virtuelle Maschine läuft mit realer Steuerung“ In: VDI nachrichten Nr. 48 (2008), S. 23
  • „Simulation und Realität – die Symbiose“ In: Computer & AUTOMATION 06-2008 (2008), S. 36

WeblinksBearbeiten

AllgemeinBearbeiten

Veröffentlichungen (Auszug)Bearbeiten

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