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FireCAN ist eine Datenbusdefinition im feuerwehrtechnischen Umfeld.

Entstehung und Organisation Bearbeiten

FireCAN wurde durch Zusammenarbeit österreichischer und deutscher Feuerwehraufbauhersteller im Jahr 2006 erstellt. Auf der Feuerwehrmesse, Interschutz 2010 in Leipzig wurde das Prokoll das erste Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Eine Vielzahl der vorgestellten Fahrzeuge und Geräte hatte FireCAN bereits integriert.[1][2][3]

Ziel ist es, die innerhalb eines Feuerwehrfahrzeuges verbauten Komponenten unterschiedlicher internationaler Hersteller zu einem Datenverbund mittels CAN-Protokoll zusammen zu schließen, um für den Kunden und Bediener eine Komfortsteigerung und erweiterte Diagnose zu ermöglichen. FireCAN ist nicht als Norm fixiert, sondern als freie Übereinkunft der wesentlichen am Markt befindlichen Hersteller, die redaktionelle Betreuung der gemeinsamen Spezifikation wird dabei durch die Firma Rosenbauer ausgeübt. Die Vorstellung erfolgte im Zuge der DIN Sitzung des Ausschusses NA 031-02-02 AA "Elektrische Betriebsmittel" am 29. Oktober 2009 in Berlin. Diese Datenbusfestlegung basiert auf einem vereinfachten CANopen-Standard und regelt sowohl die physikalischen Eigenschaften (Stecker, Leitungen, Pinning), die Art und Anzahl der Teilnehmer, sowie die verwendeten Datenformate und Dateninhalte. Als wesentlicher Vorgänger ist der in der Landwirtschaft erfolgreich eingeführte ISOBUS zu verstehen.

Mögliche bisherige Schnittstellenprobleme zwischen Komponenten Bearbeiten

  1. Diagnose ist nur über den herstellerspezifischen Fahrzeugaufbau möglich, zugelieferte Fremdkomponenten wie zB. Ladegeräte, Seilwinden, können in diese Gesamtdiagnose nicht integriert werden. Diese Einschränkung ist vor allem für Großkunden, die selbst den eigenen Fuhrpark (bestehend aus Fahrzeugen unterschiedlicher Hersteller) warten müsse, signifikant.
  2. Obwohl die Fahrzeuge über Farbdisplays verfügen, benötigen Fremdkomponenten herstellerspezifische Bedienteile, die bezüglich Bedienphilosophie vom restlichen Fahrzeug stark abweichen und auch das sehr begrenzte Platzangebot in der Fahrzeugkabine überstrapazieren.
  3. Da bisher die Komponenten unterschiedliche elektrische Schnittstellen haben, ist bei der Anbindung jedes Mal ein erheblicher Aufwand an Systemintegration sowohl in Entwicklung als auch Produktion durch den Fahrzeughersteller notwendig.

Mittels FireCAN angebundene Komponenten[2] Bearbeiten

  • Lichtmast
  • Ladegeräte nach DIN 14679
  • tragbare Generatoren nach DIN 14685
  • Einbaugeneratoren kleiner Leistung nach DIN 14687
  • Einbaugeneratoren größerer Leistung nach DIN 14686
  • Seilwinden nach DIN
  • Kennsignaleinheiten nach DIN 14620
  • Tragkraftspritzen nach DIN EN 14466

Beteiligte Unternehmen Bearbeiten

  • Feuerwehrhersteller
  • Komponentenhersteller
    • Beos
    • Dometic Group
    • Elja Power
    • Endress
    • GTS
    • Hänsch Warnsysteme
    • Hella
    • Federal Signal Vama
    • Fireco
    • Fischer Panda
    • Fronius
    • IXXAT
    • KWG
    • Leab
    • Metallwarenfabrik Gemmingen
    • MobiE
    • Pinsch Bamag
    • PWT Pomp Windentechnologie
    • Rotzler
    • Teklite
    • Vector
    • Votronic

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. FireCAN ist neuer Standard, www.feuerwehrmagazin.de, 21. April 2010
  2. 2,0 2,1 Weltneuheit FireCAN, www.feuerwehrobjektiv.at
  3. Ausstellung Interschutz 2010, Leipzig, 8.-13.Juni 2010
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