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CQ100 ist ein Computerprogramm mit dem ein virtuelles Funkgerät auf dem Computer simuliert wird. Über eine Internetanbindung können lizenzierte Funkamateure mit diesem Programm über Voice-over-IP kommunizieren. CQ100 wurde von VE3EFC Doug McCormack entwickelt und wird durch CorMac Technologies Inc. (Kanada) vertrieben.

Überblick Bearbeiten

CQ100 hat mit dem wirklichen Amateurfunk nichts zu tun. Es handelt sich um ein Programm, das auf dem Computer Funkbetrieb im Simplexbetrieb simuliert. Somit wird auch keine Antenne benötigt. Das Programm darf nur von Funkamateuren benutzt werden. Die Registrierung erfolgt über E-Mail, wobei die gescannte Lizenzurkunde an CorMac geschickt werden muss. Um das Programm zu testen, gibt es eine 90-tägige Probezeit. Danach wird eine Jahresnutzungsgebühr von 32 $ fällig. Öffnet man das Programm so findet man eine Bedienoberfläche, die einem modernen Transceiver gleicht. Mit den Bedienelemente (Tuning, Band, Squelch, Mic-Gain und Af Gain...) kann man die wichtigsten Einstellungen mit der Maus einstellen. Ein S-Meter zeigt den Pegel des eingehenden und ausgehenden Signals. Über die Soundkarte werden Mikrofon und Lautsprecher oder ein Headset angeschlossen. Üblicherweise beginnt ein Gespräch indem man einen allgemeinen Anruf auf der calling frequency 14,200 MHz (20 m) startet. Ist ein Kontakt hergestellt, verlässt man die Frequenz und sucht sich eine andere freie Frequenz. Neben der Fonie gibt auch die Möglichkeit mit Morsebetrieb oder digitalen Modi wie PSK31 zu kommunizieren. Darüber hinaus gibt es im Bereich 29 MHz einige Verlinkungen zu Funkrelais oder Direktfrequenzen, ähnlich wie bei Echolink. Bezeichnend für die Kommunikation auf CQ100 ist einerseits die ausgeprägte Dauer der Gespräche und andererseits das regelmäßige Zusammenkommen von interkontinentalen Gesprächsrunden und Freundschaften. CQ100 zeichnet sich verglichen mit ähnlichen Programmen wie etwa Hamsphere, eQSO oder Echolink durch eine sehr hohe störungsfreie Sprachqualität aus. Natürlich ist CQ100 auch ein Refugium für sogenannte Antennengeschädigte, also Personen die keine Antennen aufbauen können. Als Hinweis sei noch erwähnt, dass 95 % der Gespräche in Englisch stattfinden. Verschiedene Runden wie beispielsweise das „Friends around the world net“ (14,222 MHz) oder der wöchentlichen „Deutsche Runde“ (14,150 MHz) beleben das Netz.

QSO-TV Bearbeiten

Als Besonderheit bietet CorMac für zahlende CQ100-Kunden das Zusatzprogramm QSO-TV. Das Programm bietet die Möglichkeit während eines Gespräches Fotos im JPG-Format zu übermitteln. Das Einfügen der Fotos per drag and drop und die automatische Speicherfunktion der ankommenden Bilder machen QSO-TV zu einem bequemen Werkzeug. Meistens nutzen die Funkamateure das Medium, um Bilder aus ihrem lokalen und sozialen Umfeld auszutauschen.

Zusatzprogramme Bearbeiten

Außerhalb von der hauseigenen Entwicklung aus dem Hause CorMac haben sich 2009 auch andere Funkamateure mit CQ100 beschäftigt und es sind zwei sehr interessante Zusatzprogramme entstanden. Das Programm TxTic ist ein kleines Textprogramm, mit dem kleine Texte direkt in ein JPG zum Versand per QSO-TV umgewandelt werden können. Das andere Programm heißt LogCQ und ist ein halbautomatisches Logbuch, das per Click direkt das Rufzeichen des Kommunikationspartners aus CQ100 importiert. Die Programme wurden von VE2WRH und 4X4LT entwickelt und können kostenfrei aus dem Netz geladen werden.

Weblinks Bearbeiten

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