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Browsezilla

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Browsezilla war ein kostenloser Webbrowser, der im Jahr 2006 angeboten wurde und damit warb, keine Hinweise auf die besuchten Websites auf dem Rechner des Benutzers zu hinterlassen. Dieses Ziel sollte nach Angaben des Herstellers erreicht werden, indem der Browser auf dem Rechner des Benutzers keine Daten über den Verlauf seiner Aktivitäten sammelte (History), keine Websites zwischenspeicherte (Cache) und Lesezeichen auf einem entfernten Server verwaltete.

Browsezilla geriet in die Kritik, nachdem der Antivirensoftware-Hersteller Panda Security den Browser als Schadprogramm zur Verbreitung der Adware PicsPlace identifizierte.[1][2] Auch MicroWorld und Symantec meldeten gefundene Adware. Die Mehrzahl der Antivirenhersteller beurteilte Browsezilla als nicht vertrauenswürdig. Tatsächlich infizierte sich ein Anwender durch den Download mit besagter Adware. PicsPlace verband sich bei jedem Neustart mit pornographischen Websites, um auf diesen die Trafficlast zu erhöhen und den Betreibern zu gesteigerten Einnahmen zu verhelfen. Alle Seitenaufrufe erfolgten im Hintergrund, so dass Anwender den Befall häufig nicht bemerkten.[3]

Browsezilla ähnelte sowohl in Namen und Logo als auch in der grafischen Oberfläche stark den Mozilla-Browsern.

Die Hersteller von Browsezilla entgegneten der Kritik, ihr Browser selbst würde PicsPlace nicht installieren. Möglicherweise sei dies allerdings bei Downloads von Werbepartnern der Fall gewesen, für die man jedoch keine Verantwortung übernehmen könne.[4] Kurz darauf veröffentlichte Browsezilla einige Sourcecodes.[5] Ende Januar 2007 wurde die Website browsezilla.org, von der auch zahlreiche pornografische Angebote verlinkt wurden, eingestellt.[6]

Zitat Bearbeiten

„It's being used deceptively to get more hits on their site. Its adware opens a series of adult web pages, although they are not visible to the user.“

J.J. Schoch, Marketingdirektor von Panda Security

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. PandaLabs warns of Browsezilla, a Web browser that inserts malware on computers, 23. Juni 2006
  2. Free Web Browser May Give You More Than You Asked For, PCWorld, 24. Juni 2006
  3. Kostenloser Webbrowser Browsezilla surft heimlich auf Porno-Seiten, derStandard.at, 31. Juli 2006
  4. Pressemitteilung von Browsezilla vom 26. Juni 2006, archiviert auf archive.org
  5. Pressemitteilung von BrowseZilla: BrowseZilla under "black PR" attack, archiviert am 6. Juli 2007 auf archive.org
  6. browsezilla.org, archiviert auf archive.org

Weblinks Bearbeiten

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